Verfahrens; und Anlagentechnik

Das Zeichen für innovative Schüttgut-Technik

Aktivkohle-Dosierstation

Zur Adsorption von Schadstoffen in Rauchgaskanälen

Innerhalb weniger Jahre hat sich die IB Verfahrens- und Anlagentechnik GmbH & Co KG zum kompetenten Rundum-Anbieter für die Schüttgutindustrie entwickelt. IB konzipiert individuelle Lösungen jeder Größe und setzt diese mit Hilfe ihres Tochterunternehmens, der IB Anlagenbau und Montagen, um. Das Leistungsspektrum umfasst sämtliche Realisierungsphasen – von der IST-Aufnahme bis zur Inbetriebnahme und Wartung kompletter Anlagen. Mit der Entwicklung einer neuartigen Aktivkohle-Dosierstation hat die IB Verfahrens- und Anlagentechnik nun ihre Innovationsstärke erneut unter Beweis gestellt.

Zwar sind erhöhte Schadstoffkonzentrationen im Abgasstrom bei der Verbrennung von Hausmüll seltener geworden, auszuschließen sind sie jedoch keineswegs. Treten Spitzen auf, ist es wichtig, schnell und gezielt reagieren zu können. Zum Beispiel mit Hilfe einer Aktivkohle-Dosierung der IB Verfahrens- und Anlagentechnik. Mit dieser kann vor dem vorhandenen Sprühtrockner eine variable Menge Aktivkohle als Additiv in den Rauchgaskanal eingeblasen werden, sodass eine homogene Flugstaubwolke mit optimal absorbierbaren Schadstoffen (Quecksilber und andere Schwermetalle) entsteht. Zur nachhaltigen Reduzierung der Schadstoffe erfolgt eine weitere Eindüsung mit geringerer Dosiermenge im Bereich zwischen Katalysator und Gewebefilter. Die mit Schadstoffen beladene Aktivkohle wird im Gewebefilter abgeschieden.

Die von der IB Verfahrens- und Anlagentechnik entwickelte kompakte Aktivkohle-Dosierstation wird bereits erfolgreich in mehreren Müllverbrennungsanlagen eingesetzt. Der Vorlagebehälter des Systems ist entsprechend der Anzahl der Verbrennungs-linien mit Dosierschnecken ausgerüstet; jede fördert kontinuierlich per Frequenzumrichter die gewünschte gleichmäßige Dosiermenge über eine Zellenradschleuse in einen Druck-Injektor. Die vom Seitenkanalverdichter erzeugte Förderluft nimmt im Injektor die entsprechende Menge Aktivkohle auf und transportiert diese in einer Dünnstromförderung zur Einblasstelle im Rauchgaskanal.

Die Versorgung des Vorlagebehälters mit Aktivkohle geschieht über aufgesetzte Schüttgut-Kleincontainer, die durch einen Gabelstapler oder optionalen Elektro-Kettenzug aufgesetzt werden. Der Auslauf dockt sich beim Aufsetzen auf die Station automatisch staubdicht an. Nach Öffnen des Auslaufes am Schüttgut-Kleincontainer strömt die sehr fließfähige Aktivkohle in den Vorlagebehälter. Zur Vermeidung von Brückenbildung und zur Sicherstellung der gleichmäßigen Befüllung der Schneckenwendel ist der Vorlagebehälter mit einem Auflockerungsrührwerk sowie einem mobilen Saugfußklopfer ausgestattet. Das Rührwerk arbeitet bei Dosierbetrieb intermittierend. Der Saugfußklopfer wird sowohl am Container als auch am Vor-lagebehälter angesetzt, um die Restentleerung sicherzustellen.

Dosierstation Nach jedem Einsatz sollte die Aktivkohle-Dosierstation leer gefahren werden. Da schwefeldotierte Aktivkohle auch aggressiv gegenüber dem eingesetzten produkt-berührten Werkstoff 1.4301 wirkt, empfehlen sich das komplette Einblasen der kompletten Containerfüllung (1800 Liter) und eine so genannte „Spülfüllung“, die mit herkömmlicher Aktivkohle gefahren wird.

Eine mögliche Not-Entleerung des Vorlagebehälters kann durch Öffnen des Auslaufschiebers am Boden der Station erfolgen. Über Ansetzen eines optionalen Saugschuhs lässt sich der Vorlagebehälter der Anlage über ein geeignetes Saugfahrzeug nahezu vollständig leer saugen.

Die Aktivkohle-Dosierstation der IB Verfahrens- und Anlagentechnik ist mit einem elektrischen Schaltschrank ausgerüstet. Dieser beinhaltet sämtliche notwendigen elektrischen Elemente sowie die Steuerung der Station. Die Bedienung erfolgt komfortabel durch ein eingebautes „SIEMENS Touch-Panel“. Optional kann ein Signalaustausch mit der Leitwarte erfolgen. Jede Linie kann einzeln und individuell gefahren werden, d. h. die Dosiermenge kann dem Bedarf im festgelegten Bereich angepasst werden. Am Display werden alle nötigen Betriebsmeldungen und Parameter angezeigt. Dazu zählen Förderdruck, Temperaturüberwachung im Produkt, Füllstand, Dosiermenge. Generell wird die Station im „Automatik-Betrieb“ gefahren. Ein Handbetrieb ist unter bestimmten Voraus-setzungen möglich.

Auf Grund der Eigenschaften der Aktivkohle sowie gemäß eines Explosionsschutz-Gutachtens, ist die komplette Dosierstation inklusive Schüttgut-Kleincontainer im Innenbereich explosionsgeschützt in der Staub-Ex-Zone 21 ausgeführt. Der Bereich des Injektors bis zur Einblasstelle ist im Innenbereich für die Staub-Ex-Zone 20 definiert. Dank der Konstruktion der Station und der eingesetzten Komponenten und Materialien werden alle damit verbundenen Anforderungen für den Einsatz erfüllt und durch den beauftragten Gutachter bestätigt. Eine Abnahme durch den TÜV ist erfolgt.